Schulgeschichte

Das alte Schulhaus, erbaut im Jahre 1802, zu August Georg Schenks Zeiten, war ein einstöckiges, massives Gebäude mit Ziegeldach (Heute Chausseestraße 33).
Als bei Vermehrung der Schulkinder die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten, erfolgte im Jahre 1863 die Grundsteinlegung für ein neues Schulgebäude neben dem alten nach Osten zur – Küsterschule.
Diese neue Schule ist ein aus roten Siebigeroder Sandstein gebautes einstöckiges Haus mit Ziegeldach. (Heute Chausseestraße 34 - Ev. Pfarramt) Der Grundstein für ein weiteres Schulhaus wurde am 5. September 1886 gelegt. Die Einweihung fand im Juli 1887 statt (Heute Schulplatz 2). Es ist das Schulgebäude direkt am Schulplatz.
Zu Ostern 1895 wurde, da die Kinderzahl bis auf 295 gestiegen war, ein weiteres Schulhaus aus dem schon vorhandenen Gemeindehaus in der Friedrichstraße eingerichtet.
1901 musste, da die Schülerzahl weiter anwuchs, ein weiteres Schulhaus errichtet werden. Es wurde hier der Unterricht Ostern 1902 begonnen (Heute Schulplatz 1). Errichtet wurde es zwischen Kirche und Schulgebäude am Schulplatz. Dieses Gebäude war einstöckig. Mit der Aufstockung dieses Gebäudes wurde im April 1934 begonnen.
Da sich die Schülerzahl bis zum Bau der Bergarbeitersiedlung nicht erhöhte, war kein weiterer Schulbau bis 1955 erforderlich. Hatte Benndorf 1935 246 Schüler, waren es am Ende des 2. Weltkrieges 1945 noch 135 und 1951 wieder 232. Mit der Ansiedlung der Menschen als Arbeitskräfte für die Schächte und Hütten in der Bergarbeitersiedlung ab 1952 wuchs die Kinderzahl schnell an. Hatte Benndorf im Schuljahr 1951 / 1952 noch 232 Schüler, so waren es im folgenden Schuljahr 1952 / 1953 schon 486. 1952 im Juni erfolgte der erste Spatenstich zum Bau der neuen Schule in der Adolf – Diesterweg – Straße 2 in der Bergarbeitersiedlung, direkt neben dem Kindergarten.
Am 10. Oktober 1955 konnte für 550 Schüler der Unterricht beginnen. Die Bauvorhaben an der Schule endeten 1957 mit der Übergabe einer Turnhalle (jetzige Aula). Die alten Schulgebäude am Schulplatz wurden noch als Schule für geistigbehinderte Kinder genutzt.
Das Gebäude Schulplatz 2 diente als Sonderschule bis 01.03.1981. Das andere Schulgebäude wurde zu einer Arztpraxis umgebaut. Am 01.09.1986 eröffnet, schloss die Arztpraxis am 27.01.1993 wieder.
Da die Schülerzahlen in den Jahren bis 1990 nicht anstiegen, musste unter marktwirtschaftlichen Bedingungen eine neue Lösung zur Schulgebäudenutzung entwickelt werden. Am 01.08.1991 endete die Existenz der 10 klassigen polytechnischen Oberschule Benndorf. Das Gebäude wurde nun für ein Gymnasium genutzt.
Im Schuljahr 1991 / 1992 wurden 380 Schüler in 17 Klassen von 29 Lehrkräften unterrichtet. Die Schüler kamen aus den Orten Annarode, Ahlsdorf, Augsdorf, Benndorf, Helbra, Hergisdorf, Hübitz, Klostermansfeld, Kreisfeld, Siebigerode, Thondorf, Siersleben und Ziegelrode, also aus 13 Orten.
Auch jetzt werden alte Gebäude abgerissen und andere rekonstruiert. Im Dezember 1991 wurde die alte Hortbaracke am Schulhof des Gymnasiums mit einem neuen Dach versehen. 1994 / 1996 erfolgte der Bau einer neuen Turnhalle am Gymnasium Benndorf. Die Schule wurde aufgestockt. Die Arbeiten begannen am 20. Juli 1998 und endeten im Jahr 2001.
Im Schuljahr 2002 / 2003 gab es in Benndorf mit Sekundarschule und Gymnasium 763 Schüler, wobei 47 Kinder in die Grundschule nach Siebigerode gehen. Kamen in der Zeit bis 1990 die meisten Schüler aus dem Ort Benndorf, so sind es heute, wie bereits schon genannt, Kinder aus vielen Orten des Kreises Mansfelder Land.
Am 22.10.2003 stimmte der Kreistag in Eisleben der Einrichtung einer "Kooperativen Gesamtschule" (KGS) in Benndorf zu. Ab 2004 befanden sich Sekundarschule und Gymnasium in einem Gebäude.
Ab dem Schuljahr 2007 / 2008 wurde die Benndorfer Schule eine Ganztagsschule. Hier konnten die Schüler am Nachmittag Hausaufgaben erledigen und Arbeitsgemeinschaften unter Betreuung besuchen.
Wer mehr zu den Schulbauten erfahren möchte, kann in der Chronik oder in der Festschrift "10 Jahre Gymnasium Benndorf" Angaben finden.

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