Geschichte
Benndorf, mit seinen 2465 Einwohnern, liegt an den Ausläufern des Südharzes, am Rande des Mansfelder Kupferschiefer – Bergbau – Gebietes.
Die Hauptbahnverbindung des Ortes besteht mit der Bahnlinie Magdeburg – Erfurt vom Bahnhof „Klostermansfeld“ aus. Die Verbindungsstraße zwischen Helbra und Klostermansfeld führt durch den Ort und trennt ihn in den „alten“ Ortsteil (besiedelt bis 1900) und den „neuen“ Ortsteil (Die Bergarbeitersiedlung – besiedelt bis 1960).
1121 wurde die Siedlung Benndorf urkundlich das erste Mal erwähnt. Geprägt durch den Kupferschieferbergbau und der Landwirtschaft entwickelte sich die ehemals kleine Siedlung zu einem ansehnlichen Ort. Er hatte am Ende des 13. Jahrhundert zwei Güter.
Durch den 30 jährigen Krieg wurde die Siedlung Benndorf dem Erdboden gleichgemacht. Nach dem Krieg siedelten sich die Menschen in der Umgebung der Güter wieder an.
Durch den aufstrebenden Kupferschieferbergbau hatte Benndorf bis zum Ende des 19. Jahrhunderts 1700 Einwohner. Zu dieser Zeit gab es 131 Häuser, einschließlich Kirche, Schule, Gaststätten und Spritzenhaus.
Mit der Ansiedlung der Menschen in der Nähe der Güter errichtete man auch eine Kirche. Diese stand auf dem heutigen Grundstück Siebigeröder Straße 7.
Mit der weiteren Entwicklung des Kupferschieferbergbaus bis ins 20. Jahrhundert hatte auch Benndorf seine Blütezeit. Die Verlagerung des Bergbaus in das Sangerhäuser Revier von 1964 – 1969 und die Aufnahme der Tätigkeit vieler Einwohner im Walzwerk Hettstedt verursachte den Umzug der Bewohner Benndorfs in die Wohnungsbaustandorte Sangerhausen und Hettstedt. Das ist die Ursache für den Rückgang der Einwohnerzahl von Benndorf.
– 1960: 4886 Einwohner (höchste Zahl der Einwohner in der Geschichte)
– 1990: 2811 Einwohner (Einstellung der Kupferschieferförderung im Dezember 1989)
Hatte Benndorf vor 1990 den Charakter einer Industriearbeiterwohngemeinde mit landwirtschaftlicher Komponente, so ist es heute ein Ort, in dem etwa 48% der Einwohner Rentner und Vorruheständler sind. Etwa 17% der Einwohner sind Kinder und Jugendliche.
Etwa 60 kleine Unternehmen des Handels und Gewerbe prägen die Entwicklung des Ortes mit. Auch durch die aktive Arbeit der Vereine wird die Ortsgestaltung mit geprägt. 1996 feierte Benndorf das 875 jährige Jubiläum seiner nachweisbaren ersten urkundlichen Erwähnung.
Heute prägt die BWB mit die Entwicklung von Benndorf. Viele Einwohner beteiligen sich aktiv an der Gestaltung des „Hofes der Mansfelder Gewerke“, ehemals Fuhrmannsches Gut. Sie finden hier ein Stück Heimat. Hat Benndorf auch nur noch 50% seiner Einwohner von 1960, so ist es ein Ort der für alle, ob Einwohner oder Gäste, etwas zu bieten hat.